DIE ÄNGSTE VOR EINER BITMÜNZENKORREKTUR NEHMEN ZU

  • Bitcoin riskiert, seine jüngsten Gewinne zunichte zu machen, da unter Forschern die Furcht vor einem enormen Bestandsrückgang wächst.
  • Sowohl Bitcoin Era als auch die US-Benchmark haben seit dem Ausverkauf im März 2020 eine positive Korrelation gezeigt.
  • Die Gewinne sind vor dem Hintergrund der ansonsten düsteren Wirtschaftsaussichten unter dem Eindruck der sich schnell ausbreitenden COVID-19-Pandemie zu sehen.
  • Die Risiken einer scharfen Bitcoin-Preiskorrektur nehmen zu, da die US-Aktien ein ähnlich düsteres Marktszenario zeichnen.

Die Strategen von Goldman Sachs stellten fest, dass die fünf größten Unternehmen inzwischen 20 Prozent der Marktkapitalisierung des S&P 500-Index abdecken. Die US-Benchmark liegt insgesamt 17 Prozent unter ihrem Höchststand vom Februar 2020, aber ihr Medianwert ist im gleichen Zeitraum um etwa 28 Prozent gestiegen.

Das hat die Marktbreite unter Niveaus eingeengt, die historisch gesehen weniger als erwartete Marktrenditen signalisieren, gefolgt von einer vollständigen Umkehr der Dynamik. Analyst David Kostin stellte fest, dass das Breitenfraktal zuletzt vor den Rezessionen in den Jahren 1990 und 2008, während der Verlangsamungen in den Jahren 2011 und 2016 und in der Technologieblase aufgetreten ist.

Auswirkungen der Krise auf Bitcoin Era

SCHWIERIGKEITEN FÜR BITCOIN ERWARTET

Die rückläufige Aussage von Goldman Sachs folgte auf Wochen einer wachsenden positiven Korrelation zwischen den US-Aktien und einer sehr ausgefallenen Bitcoin.

Derzeit liegt die Korrelationseffizienz von S&P 500 und Bitcoin auf einer Skala von -1,0 bis 1,0 bei einem Rekordhoch von 0,17. Die eindeutige Proportionalität zwischen den beiden ist vor dem Hintergrund der sich schnell ausbreitenden COVID-19-Pandemie deutlich geworden, wobei einige Analysten vermuten, dass Investoren die Gewinne von Bitcoin zur Deckung ihrer Margenpositionen verwenden.

„Ohne die SPX-Tanks wird Bitcoin über $6.000 halten“, sagte Josh Rager, ein berühmter Krypto-Marktanalyst.

Die Analogie behandelt die Bewegung des S&P 500 als einen vorausschauenden Indikator auf dem Bitcoin-Markt. Das heißt, wenn die US-Benchmark fällt, neigt sie dazu, Investoren dazu zu veranlassen, ihre Bitcoin-Positionen für kurzfristige Gewinne zu liquidieren, was zu einem Rückgang der Kassakurse der Kryptowährung führt.

In der Zwischenzeit ist Bitcoin nach wie vor negativ mit dem US-Dollar-Index korreliert, der die Performance des Greenbacks gegenüber einem Korb von Fremdwährungen abbildet. Die COVID-19-Situation hat die Nachfrage nach dem US-Dollar sowohl innerhalb als auch außerhalb der USA angekurbelt. Das stellt zusätzlich kalte Wasser über die bullishen Aussichten von Bitcoin im Jahr 2020.

TECHNISCH FIT

Die düstere Entwicklung des US-Aktienmarktes setzt den Krypto-Währungsmarkt der Gefahr eines deutlichen Rückzugs aus. Experten gehen jedoch davon aus, dass Bitcoin seine kurzfristige Korrelation mit dem S&P 500 brechen würde, vor allem aufgrund seiner charakteristischen Faktoren.

Die Kryptowährung wird im Mai 2020 einer planmäßigen Angebotskürzung unterzogen, die als Blockbelohnung beschrieben wird – etwa zur gleichen Zeit, in der die US-Notenbank ihr Bankensystem mit Billionen von US-Dollar übermäßig versorgen würde. Es besteht die Erwartung, dass allein die Knappheit der BTC Investoren dazu veranlassen könnte, ihr neu gefundenes Kapital verstärkt in den Bitcoin-Markt zu verlagern.